Fakten & Geschichte

Fakten und Geschichte

Die Eckdaten des derzeit steilsten Einrangstadions Deutschlands sind eine Aneinanderreihung von Superlativen. Mehr als 32.000 Gäste finden unter dem Dach der 2009 neu eröffneten Arena Platz. 19.502 schwarz-gelbe Sitzplätze und 1.170 gepolsterte VIP-Plätze erwarten die Besucher. Und 11.050 Stehplätze, davon allein 9.055 in der Nordkurve, tragen der besonderen Fußballkultur in Dresden Rechnung. Hinzu kommen 18 exklusive Logen und 119 Presseplätze in 30 Metern Höhe. Das behindertengerechte Areal verteilt sich auf 72.000 Quadratmetern, einschließlich der knapp 700 Fahrzeuge und 184 Fahrräder fassenden Parkplätze.

 

Der imposante Neubau ist etwa 195 Meter lang und 160 Meter breit. Das Stahlbeton-Gebäude umfasst fünf Geschosse und ist mit einer 2.000 Quadratmeter großen, transparenten Glasfassade verkleidet. Die Zuschauerränge, darunter auch die neue Familientribüne, bestehen aus etwa 8.000 Stahlbetonfertigteilen. Das Dach ist als Stahlfachwerkkonstruktion mit einer Fläche von 19.000 Quadratmetern ausgeführt. Davon sind zwei Drittel aus Trapezblech und ein Drittel aus Kunststoffbelag gefertigt.

 

Das Stadion verfügt über zwei Videotafeln mit je 42 Quadratmetern und über 184 Flutlichtstrahler. 2.000 Lux beträgt die Beleuchtungsstärke der Lichtstrahler – fast doppelt so viel wie einst die „Giraffen“.
Ein Notstromaggregat sorgt für die unterbrechungsfreie Durchführung der Spiele. Knapp 43 Millionen Euro hat die mit modernster Technologie bestückte Arena gekostet. Eine Investition, die sich lohnt – für den Fußball und für die Stadt Dresden.

Chronik eines Stadions

Bereits 1923 wurde das erste Stadion am heutigen Standort eingeweiht. Am 23.09.1951 erhielt die ehemalige Illgenkampfbahn den Namen „Rudolf-Harbig-Stadion“. Nach der 1972 erfolgten Umbenennung in „Dynamo-Stadion“ trug das Stadion von 1990 bis 2010 wieder den Namen des Dresdner Leichtathleten.

 

Während des Jahrhundert-Hochwassers im August 2002 wurde das ohnehin schon marode Rudolf-Harbig-Stadion stark beschädigt. Am 7. Juli 2006 beschloss der Stadtrat den Stadion-Neubau. Am 4. Mai 2007 kam es zur Unterzeichnung des Baukonzessionsvertrags und schon ein halbes Jahr später, am 11. November um 11:11 Uhr begannen die Abbrucharbeiten. Parallel zum Abriss der alten Anlagen entstanden bereits Teile des Neubaus.

 

Schon im August 2008 waren die Dimensionen des neuen Stadions zu erahnen: ein Teil der neuen Zuschauertribüne überragte die Bauzäune entlang der Lennéstraße. Im Juni 2009 wurde der neue Fußballrasen aus Holland verlegt. Zuvor bauten Handwerker die Rasenheizung und installierten das Rasensprenger-System. Auch wenige Tage vor der Eröffnung waren die Bauarbeiten am Stadion noch im Gange, die transparente Glasfassade an der Lennéstraße bereits montiert. Die gesamte Bauzeit betrug bis zur endgültigen Fertigstellung im Dezember 2009 – 22 Monate.

Bauherr: Stadion Dresden Projektgesellschaft mbh & Co. KG

 

Generalübernehmer: ARGE Stadion Dresden (bestehend aus HBM Stadien und Sportstättenbau GmbH & Co. KG, BAM Deutschland AG, GTE Gebäude- und Elektrotechnik GmbH & Co. KG)

 

Architekt: b + p projekt GmbH (Website)

 

Konzessionsgeber: Landeshauptstadt Dresden

 

Bauzeit: 06/2007 bis 12/2009

Kapazitäten

Gesamt-Kapazität: 32.123
Sitzplätze: 20.852
Stehplätze: 11.055
davon 9.055 im Heimfanbereich
Gästefans: 2.000
VIP-Plätze: 1.418
Logen: 18
32 m² für 10-11 Personen
Presseplätze: 117
Rollstuhlfahrer: 56

Ebenen des Stadions

Ebene 0: Empfangbereich, Umkleiden, Fanshop, Pressekonferenzraum, Pressearbeitsraum
Ebene 1: 2x Businessclubs je 600 m², Mittelfoyer 400 m², Balkone, Zugang zur Tribüne, WC
Ebene 2: Panorama-Ebene: Mittelfoyer 230 m², 2x Businessclub je 350 m², Zugang Terrasse mit 380 m², WC
Ebene 3: 18 Logen, je 32 m²
Ebene 4: Technik, Einsatzzentrale, Stadion-Regie
Ebene 5: Medientribüne mit 119 Presseplätzen und IT-Anschlüssen

Fläche des Stadions

Rasen: 105 m x 68 m; modernste Rasenheizung, Beregnungsanlage
Stadion: 195 m x 157 m
Dachfläche: 19.152 m²